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Mittwoch, 16. Februar 2011

Neptuns Wege sind...



unergründlich?

Was ist eigentlich aus der Diskussion um die Verlegung des Neptunbrunnens auf den Hauptmarkt geworden? 
Im letzten Herbst wurde das noch heiß diskutiert. Es gründeten sich sogar Vereine, um ihn zurückzuholen, oder dafür zu sorgen ihn an seinem gegenwärtigen Standort im Stadtpark zu belassen.

Die Stadt tut sich offenbar schwer mit der Präsentation des künstlerisch wertvollen Barockbrunnens ihres Sohns Georg Schweigger (1613-1690) (Schweiggerstraße) an zentraler Stelle.


Dabei läge es doch so nahe,  auch die 400 Jahre zwischen Dürers Tod und Hitlers Machtergreifung als Teil der Stadtgeschichte zu begreifen und am Beispiel dieses Brunnens zu dokumentieren.

Mit dem ewigen Mantra "wir sind allem Neuen aufgeschlossen, und finden es gut, weil es neu ist"  und „alles andere was nicht Neu ist, ist rückwärtsgewandt und deshalb nicht gut“ kommt man auf die Dauer nicht weiter. Ein Bewahren und ein Bekenntnis zu seiner ganzen Tradition ist doch erst die Voraussetzung, um wirklich offen und modern und vor allem bereit für neuere Ausdrucksformen in der Kunst sein zu können. Deshalb wäre ein Neptunbrunnen auf dem Hauptmarkt oder im Stadtzentrum meiner Meinung nach eine Demonstration großstädtischer Selbstverständlichkeit. Und deshalb wirklich modern. Was würde Dürer dazu sagen?


Foto I. Vor Neptuns Teich (schaut auch schön aus)
Foto II. Vor Neptuns Teich II (schaut auch schön aus)
Foto III. Lebkuchendose mit Neptunbrunnen auf dem Hauptmarkt



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