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Dienstag, 1. März 2011

The King´s choice - Teil I

 Übung macht den Meister, Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen, Man kann viel, wenn man sich recht viel zutraut,Glück hat auf die Dauer nur der Tüchtige,  everybody has a second chance
Es war einmal ein alter König. Der war unheimlich reich und mächtig und hatte deshalb viele Freunde. Er lebte in einer großen Stadt auf einer alten Ritterburg und liebte von jeher die Schönen Künste.
Deshalb veranstaltete er von Jahr zu Jahr ein gar groß´ Turnier auf zu kleyn´ Geläuf´, an dem die Besten der Besten des ganzen Königreichs zusammenkamen, um dort um die Gunst des alten Königs wettzueifern. Denn die Sieger wurden mit Gold aufgewogen.
 Da der König schon recht alt war an Jahren und auch noch regieren musste, beauftragte er seine nicht minder alte Ministerschar, eine knappe Hundertschaft gar wackrer´ Zunftgetreuer auszuwählen, um aus diesen dann die wahren Meister zu erküren.
Da der alte König seinen Ministern blind vertraute und ihnen auch gut`Gschmack zubilligte, wähnte er sein Turnier in guten Händen. Doch die hatten längst selbst ihre Günstlinge und privaten Vorlieben für jene, mit denen sie eins ums andere gar ausschweifend Gelage hielten und gut Zech` machten.

Um dies nicht offen kund´ zu tun, lud man auch geschwind so manch mut´gen Knappen aus entlegeneren Landesteilen ein, so daß keyn schlecht Gfühl´ entstunden künnt.
Die Untertanen merkten nichts und waren angetan, ob solch illustrem Kreis. Schon allein des Wohllauts der bekannten, immer gleichen Namen wegen, die sich wie von selbst zu Metaphern steigerten und dann synästhetisch frank und frey, ins Gedächtnis eingebrannt, in ungeahnte Höhen strebten.

Doch haltet ein! Nicht zu hoch soll meine Lobpreisung sich ranken wie junger Efeu oder wilder Wein, denn wahr ist´s wohl, der alte König selbst hätt´ gar andere auch benennen können. 
Doch nur den Einen, den Primeur oder die Eine wählet er aus dieser Garde, dem nicht nur Lobgesang und Schulterklopfen, sondern neben allmöglichem Geschwätz auch ein gewalt´ger Dukatenregen sicher ist, der im Stande ist, trübe, finstre Gedanken schnurstracks in Himmelsbläue aufzulösen. Wohl an, Herold! Verkünde weiter deine Botschaft von des Turnieres Pracht und Herrlichkeit, das dieser Stadt zur Ehr´gereicht.

Franz Flocke d. J.


Fortsetzung folgt



Photos: Diverse Meisterwerke




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