Donnerstag, 3. März 2011

Nürnberger Schnauzen

Die zwei kleinen Eisbärzwillinge die im Dezember im Tiergarten zur Welt kamen heißen jetzt Gregor und Aleut. Letzterer nach einer Inselgruppe im Nordpazifik.


 Anscheinend wollte man keine populären Namen wählen, sonst würden wieder so viele Menschen in den Tiergarten kommen, wie damals bei Flocke. Und dem will man schon vorab Einhalt gebieten. Außerdem wüsste man gar nicht wohin mit dem zusätzlichen vielen Geld und auch die Tiere würden nur von ihrem jetzt schon aufregenden Alltag abgelenkt. Daß der Nürnberger Tiergarten immer wieder für eine Top-Story gut ist, hat er mehrfach bewiesen...denkt man nur an den Ausbruch der Eisbären im Jahr 2000. Die mussten dann erschossen werden, weil es zwar ein Betäubungsgewehr gab, das aber dann doch nicht richtig funktionierte. Peinlich auch, weil die ja eigentlich nur aus Karlsruhe zu Besuch waren. 
Dann das Eifersuchtsdrama vorm Haupteingang, andem der unbeteiligte Tiergarten-Chef angeschossen wurde und die Selbsttötung eines Mannes der sich buchstäblich den Löwen zum Fraß vorwarf. Und auf dem Weg dorthin, sogar noch für die Fahrt mit der Linie 5 bezahlte. Auch die mysteriöse Sache mit den aufgeschlitzten Baum-Pandas (Ailurus fulgens) ist immer noch nicht restlos aufgeklärt. Und nebenbei muss man immer wieder zu toten Delphin-Babys Stellung nehmen und ob die geplante Lagune sinnvoll ist oder doch nicht so toll ist. 
Sicherlich ein schwieriges Thema. Mit der beliebten Fernsehsendung "Nürnberger Schnauzen" und vor allem mit Flocke hat man vor 3 Jahren, abgesehen vom internen Familiendrama, einen positiven Imagegewinn verbuchen können. Doch alles in Allem und gerade deshalb braucht der Tiergarten jetzt auch mal wieder ein bißchen Ruhe. Und deshalb heißen die Eisbären gefälligst Gregor und Aleut. Und nicht Ringo und Leo.

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